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Das Arbeitsverhältnis ist ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Es bietet uns nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch die Möglichkeit, uns zu verwirklichen, unsere Fähigkeiten einzusetzen und einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten. Doch manchmal kommt es vor, dass ein Arbeitsverhältnis in eine Schieflage gerät, so tiefgreifend, dass eine Fortsetzung unzumutbar erscheint. In solchen Momenten kann eine fristlose Kündigung durch den Arbeitnehmer die einzige Lösung sein.

Eine fristlose Kündigung ist ein einschneidender Schritt, der wohlüberlegt sein sollte. Sie beendet das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung, ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist. Dies bedeutet, dass Sie ab dem Zeitpunkt der Kündigungserklärung nicht mehr verpflichtet sind, Ihre Arbeitsleistung zu erbringen, und der Arbeitgeber im Gegenzug keine Gehaltszahlungen mehr leisten muss. Dieser Schritt kann befreiend sein, birgt aber auch Risiken, die es zu beachten gilt.

Mit unserer kostenlosen Word Vorlage für die fristlose Kündigung als Arbeitnehmer möchten wir Ihnen eine Hilfestellung an die Hand geben, um diesen komplexen Prozess zu bewältigen. Wir verstehen, dass eine solche Situation oft mit Stress, Unsicherheit und emotionaler Belastung verbunden ist. Deshalb haben wir diese Vorlage so gestaltet, dass sie Ihnen nicht nur Zeit und Mühe spart, sondern auch sicherstellt, dass Ihr Kündigungsschreiben alle notwendigen Informationen enthält und rechtlich korrekt formuliert ist.

Dieser Text soll Ihnen ein umfassendes Verständnis für die fristlose Kündigung als Arbeitnehmer vermitteln. Wir werden die Voraussetzungen, Gründe, den Ablauf und die möglichen Konsequenzen beleuchten. Unser Ziel ist es, Ihnen das nötige Wissen zu vermitteln, damit Sie eine informierte Entscheidung treffen und Ihre Rechte bestmöglich wahren können. Wir möchten Sie ermutigen, diesen Schritt nicht leichtfertig zu gehen, sondern alle Alternativen sorgfältig abzuwägen. Sollte die fristlose Kündigung jedoch die einzig gangbare Option sein, stehen wir Ihnen mit unserer Vorlage und diesem Ratgeber zur Seite.

Die fristlose Kündigung durch den Arbeitnehmer: Ein Überblick

Die fristlose Kündigung, auch außerordentliche Kündigung genannt, ist ein Instrument, das sowohl Arbeitgebern als auch Arbeitnehmern zur Verfügung steht. Sie ermöglicht die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ohne Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglichen Kündigungsfristen. Im Gegensatz zur ordentlichen Kündigung, die an Fristen gebunden ist, greift die fristlose Kündigung in der Regel dann, wenn ein schwerwiegender Grund vorliegt, der eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar macht.

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Hürden für eine fristlose Kündigung hoch sind. Das Gesetz verlangt einen „wichtigen Grund“, der die sofortige Beendigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigt. Dies bedeutet, dass nicht jede Unzufriedenheit oder Meinungsverschiedenheit eine fristlose Kündigung rechtfertigt. Es müssen vielmehr gravierende Umstände vorliegen, die eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum Ablauf der regulären Kündigungsfrist unzumutbar machen.

Denken Sie daran: Eine unberechtigte fristlose Kündigung kann für Sie negative Konsequenzen haben, wie beispielsweise Schadensersatzforderungen des Arbeitgebers oder den Verlust von Ansprüchen auf Arbeitslosengeld. Es ist daher ratsam, sich vor einer fristlosen Kündigung rechtlich beraten zu lassen und die Situation sorgfältig zu prüfen.

Wann ist eine fristlose Kündigung durch den Arbeitnehmer gerechtfertigt?

Die Frage, wann ein „wichtiger Grund“ für eine fristlose Kündigung vorliegt, ist nicht pauschal zu beantworten. Die Gerichte prüfen jeden Fall individuell und berücksichtigen dabei alle relevanten Umstände. Es gibt jedoch einige typische Fallgruppen, die in der Rechtsprechung anerkannt sind:

Schwerwiegende Pflichtverletzungen des Arbeitgebers

Dies ist der häufigste Grund für eine fristlose Kündigung durch den Arbeitnehmer. Eine Pflichtverletzung des Arbeitgebers muss so gravierend sein, dass sie das Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien nachhaltig zerstört. Beispiele hierfür sind:

  • Nichtzahlung des Gehalts: Wenn der Arbeitgeber trotz mehrfacher Mahnungen und Fälligkeitstermine Ihr Gehalt nicht oder nur teilweise zahlt, kann dies einen wichtigen Grund darstellen. Die Höhe des ausstehenden Betrags und die Dauer der Nichtzahlung spielen dabei eine Rolle.
  • Gesundheitsgefährdung am Arbeitsplatz: Wenn der Arbeitgeber trotz Kenntnis von Gefahrenquellen (z.B. mangelhafte Schutzkleidung, unzureichende Sicherheitsvorkehrungen) keine Maßnahmen ergreift, um Ihre Gesundheit zu schützen, kann dies eine fristlose Kündigung rechtfertigen.
  • Diskriminierung und Mobbing: Wenn Sie am Arbeitsplatz diskriminiert (z.B. aufgrund Ihres Geschlechts, Ihrer Herkunft, Ihrer Religion) oder gemobbt werden und der Arbeitgeber trotz Beschwerden keine Abhilfe schafft, kann dies einen wichtigen Grund darstellen. Die Intensität und Häufigkeit der Diskriminierung oder des Mobbings sind dabei entscheidend.
  • Sexuelle Belästigung: Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist ein besonders schwerwiegendes Fehlverhalten, das in der Regel eine fristlose Kündigung rechtfertigt.
  • Arbeitszeitverstöße: Wenn der Arbeitgeber systematisch gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt und Sie beispielsweise zu unzumutbaren Überstunden zwingt, kann dies einen wichtigen Grund darstellen.
  • Verweigerung von Urlaub: Wenn der Arbeitgeber Ihren Urlaubsantrag ohne triftigen Grund ablehnt und Sie dadurch gesundheitlichen Schaden erleiden, kann dies eine fristlose Kündigung rechtfertigen.

Unzumutbare Arbeitsbedingungen

Auch wenn der Arbeitgeber keine konkrete Pflichtverletzung begeht, können unzumutbare Arbeitsbedingungen einen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung darstellen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn:

  • Die Arbeitsbedingungen Ihre Gesundheit gefährden: Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie ständig gesundheitsschädlichen Stoffen ausgesetzt sind oder unter extremer Lärmbelästigung leiden.
  • Sie mit unzumutbaren Aufgaben betraut werden: Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie Aufgaben übernehmen müssen, für die Sie nicht qualifiziert sind oder die Ihre körperlichen oder psychischen Kräfte übersteigen.
  • Sie in einer unerträglichen Arbeitsatmosphäre arbeiten müssen: Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Sie ständig von Kollegen oder Vorgesetzten schikaniert werden oder in einem Klima der Angst und des Misstrauens arbeiten müssen.

Sonstige wichtige Gründe

Neben den genannten Fallgruppen gibt es noch weitere Umstände, die eine fristlose Kündigung rechtfertigen können. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn:

  • Der Arbeitgeber Sie arglistig getäuscht hat: Wenn der Arbeitgeber Sie vor Abschluss des Arbeitsvertrags über wesentliche Tatsachen (z.B. die finanzielle Situation des Unternehmens) getäuscht hat, kann dies eine fristlose Kündigung rechtfertigen.
  • Der Arbeitgeber Insolvenz angemeldet hat: In manchen Fällen kann die Insolvenz des Arbeitgebers einen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung darstellen, insbesondere wenn die Insolvenz die Zahlung Ihres Gehalts gefährdet.

Achtung: Ob ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung vorliegt, hängt immer von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. Es ist daher ratsam, sich vor einer fristlosen Kündigung rechtlich beraten zu lassen und die Situation sorgfältig zu prüfen.

Der Ablauf einer fristlosen Kündigung durch den Arbeitnehmer

Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, Ihr Arbeitsverhältnis fristlos zu kündigen, ist es wichtig, den richtigen Ablauf einzuhalten, um Ihre Rechte zu wahren und mögliche negative Konsequenzen zu vermeiden.

1. Prüfung der Voraussetzungen

Bevor Sie die Kündigung aussprechen, sollten Sie sorgfältig prüfen, ob tatsächlich ein wichtiger Grund für eine fristlose Kündigung vorliegt. Sammeln Sie Beweise, die Ihre Behauptungen untermauern (z.B. E-Mails, Zeugenaussagen, ärztliche Atteste). Eine unberechtigte fristlose Kündigung kann für Sie negative Konsequenzen haben.

2. Anhörung des Arbeitgebers (in manchen Fällen)

In manchen Fällen kann es ratsam sein, den Arbeitgeber vor der Kündigung anzuhören und ihm die Möglichkeit zu geben, die Situation zu klären oder Abhilfe zu schaffen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn der wichtige Grund auf einem Missverständnis beruhen könnte oder der Arbeitgeber bereit ist, die beanstandeten Zustände zu beseitigen. Eine Anhörung ist jedoch nicht immer erforderlich und kann in manchen Fällen sogar kontraproduktiv sein.

3. Verfassen des Kündigungsschreibens

Das Kündigungsschreiben ist das wichtigste Dokument im Rahmen der fristlosen Kündigung. Es sollte klar und präzise formuliert sein und alle notwendigen Informationen enthalten. Unsere kostenlose Word Vorlage für die fristlose Kündigung als Arbeitnehmer hilft Ihnen dabei, ein rechtssicheres Kündigungsschreiben zu verfassen. Folgende Punkte sollten in Ihrem Kündigungsschreiben enthalten sein:

  • Ihre persönlichen Daten: Name, Adresse, Geburtsdatum
  • Die Daten des Arbeitgebers: Name des Unternehmens, Adresse
  • Das Datum der Kündigung: Das Datum, an dem Sie das Kündigungsschreiben verfassen
  • Die Kündigungserklärung: Eine klare und unmissverständliche Erklärung, dass Sie das Arbeitsverhältnis fristlos kündigen. Verwenden Sie Formulierungen wie „Hiermit kündige ich das mit Ihnen bestehende Arbeitsverhältnis fristlos, hilfsweise ordentlich zum nächstmöglichen Termin.“
  • Die Begründung der Kündigung: Eine detaillierte und nachvollziehbare Begründung, warum Sie das Arbeitsverhältnis fristlos kündigen. Nennen Sie die konkreten Vorfälle, die die Kündigung rechtfertigen, und legen Sie Beweise vor, falls vorhanden.
  • Die Aufforderung zur Herausgabe von Dokumenten: Fordern Sie den Arbeitgeber auf, Ihnen alle notwendigen Dokumente (z.B. Lohnabrechnungen, Arbeitszeugnis) auszuhändigen.
  • Die Unterschrift: Unterschreiben Sie das Kündigungsschreiben persönlich.

4. Zustellung des Kündigungsschreibens

Das Kündigungsschreiben muss dem Arbeitgeber zugehen, damit die Kündigung wirksam wird. Sie tragen die Beweislast dafür, dass der Arbeitgeber das Kündigungsschreiben erhalten hat. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Kündigungsschreiben zuzustellen:

  • Persönliche Übergabe: Übergeben Sie das Kündigungsschreiben persönlich an den Arbeitgeber oder einen bevollmächtigten Vertreter (z.B. den Personalleiter). Lassen Sie sich den Empfang des Schreibens schriftlich bestätigen.
  • Übergabe durch einen Boten: Beauftragen Sie einen Boten mit der Zustellung des Kündigungsschreibens. Der Bote kann Ihnen den Empfang des Schreibens bestätigen.
  • Zustellung per Einschreiben mit Rückschein: Versenden Sie das Kündigungsschreiben per Einschreiben mit Rückschein. Der Rückschein dient als Beweis für den Zugang des Schreibens.

5. Arbeitslosmeldung

Nach der fristlosen Kündigung sollten Sie sich umgehend bei der Agentur für Arbeit arbeitslos melden. Beachten Sie, dass Sie möglicherweise eine Sperrfrist beim Arbeitslosengeld erhalten, wenn die fristlose Kündigung auf Ihr eigenes Verschulden zurückzuführen ist.

Mögliche Konsequenzen einer fristlosen Kündigung durch den Arbeitnehmer

Eine fristlose Kündigung kann für Sie verschiedene Konsequenzen haben, sowohl positive als auch negative. Es ist wichtig, sich dieser Konsequenzen bewusst zu sein, bevor Sie die Kündigung aussprechen.

Positive Konsequenzen

  • Sofortige Beendigung eines unzumutbaren Arbeitsverhältnisses: Die fristlose Kündigung ermöglicht Ihnen, ein Arbeitsverhältnis sofort zu beenden, das für Sie unerträglich geworden ist.
  • Schutz Ihrer Gesundheit und Würde: Die fristlose Kündigung kann Ihnen helfen, Ihre Gesundheit und Würde zu schützen, wenn Sie am Arbeitsplatz diskriminiert, gemobbt oder sexuell belästigt werden.
  • Neue berufliche Perspektiven: Die fristlose Kündigung kann Ihnen die Möglichkeit eröffnen, sich beruflich neu zu orientieren und einen Arbeitsplatz zu finden, der besser zu Ihren Bedürfnissen und Wünschen passt.

Negative Konsequenzen

  • Sperrfrist beim Arbeitslosengeld: Wenn die fristlose Kündigung auf Ihr eigenes Verschulden zurückzuführen ist (z.B. weil Sie selbst eine schwerwiegende Pflichtverletzung begangen haben), kann die Agentur für Arbeit eine Sperrfrist beim Arbeitslosengeld verhängen. Dies bedeutet, dass Sie für eine bestimmte Zeit kein Arbeitslosengeld erhalten.
  • Schadensersatzforderungen des Arbeitgebers: Wenn die fristlose Kündigung unberechtigt war, kann der Arbeitgeber Schadensersatzforderungen gegen Sie geltend machen. Er kann beispielsweise den entgangenen Gewinn oder die Kosten für die Suche nach einem neuen Mitarbeiter ersetzt verlangen.
  • Schlechtes Arbeitszeugnis: Die fristlose Kündigung kann sich negativ auf Ihr Arbeitszeugnis auswirken. Ein schlechtes Arbeitszeugnis kann es Ihnen erschweren, einen neuen Arbeitsplatz zu finden.
  • Reputationsschaden: Die fristlose Kündigung kann Ihrem Ruf schaden, insbesondere wenn sie in der Branche bekannt wird.

Alternativen zur fristlosen Kündigung

Bevor Sie eine fristlose Kündigung aussprechen, sollten Sie prüfen, ob es nicht mildere Mittel gibt, um die Situation zu verbessern. In vielen Fällen kann eine offene Kommunikation mit dem Arbeitgeber oder die Einschaltung eines Mediators helfen, Konflikte zu lösen und eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Hier sind einige Alternativen zur fristlosen Kündigung:

  • Gespräch mit dem Arbeitgeber: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber und schildern Sie Ihre Probleme und Bedenken. Versuchen Sie, gemeinsam eine Lösung zu finden, die für beide Seiten akzeptabel ist.
  • Versetzung: Bitten Sie Ihren Arbeitgeber um eine Versetzung in eine andere Abteilung oder an einen anderen Arbeitsplatz, wenn die Probleme auf bestimmte Kollegen oder Vorgesetzte zurückzuführen sind.
  • Mediation: Schalten Sie einen Mediator ein, um bei der Lösung des Konflikts zu helfen. Ein Mediator ist eine neutrale dritte Person, die zwischen den Parteien vermittelt und versucht, eine einvernehmliche Lösung zu finden.
  • Aufhebungsvertrag: Vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag, der das Arbeitsverhältnis zu einem bestimmten Zeitpunkt beendet. Ein Aufhebungsvertrag bietet Ihnen die Möglichkeit, die Bedingungen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mitzugestalten und beispielsweise eine Abfindung auszuhandeln.
  • Krankmeldung: Wenn Sie aufgrund der Arbeitsbedingungen gesundheitliche Probleme haben, sollten Sie sich krankmelden und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die Krankmeldung gibt Ihnen Zeit, sich zu erholen und die Situation zu überdenken.

Denken Sie daran: Eine fristlose Kündigung ist ein einschneidender Schritt, der wohlüberlegt sein sollte. Wägen Sie alle Alternativen sorgfältig ab, bevor Sie die Kündigung aussprechen.

Die Rolle des Arbeitszeugnisses bei einer fristlosen Kündigung

Das Arbeitszeugnis ist ein wichtiges Dokument, das Ihre Leistungen und Ihr Verhalten während des Arbeitsverhältnisses beurteilt. Es spielt eine entscheidende Rolle bei Ihrer zukünftigen Jobsuche. Bei einer fristlosen Kündigung ist es besonders wichtig, auf die Formulierung des Arbeitszeugnisses zu achten.

Grundsätzlich haben Sie Anspruch auf ein wohlwollendes Arbeitszeugnis, das Ihre Leistungen und Ihr Verhalten positiv darstellt. Der Arbeitgeber darf das Arbeitszeugnis nicht dazu missbrauchen, Sie für die fristlose Kündigung zu bestrafen.

Folgende Punkte sollten Sie bei der Prüfung Ihres Arbeitszeugnisses besonders beachten:

  • Vollständigkeit: Das Arbeitszeugnis sollte alle wesentlichen Aspekte Ihrer Tätigkeit und Ihrer Leistungen umfassen.
  • Wohlwollen: Das Arbeitszeugnis sollte wohlwollend formuliert sein und Ihre Leistungen und Ihr Verhalten positiv darstellen.
  • Wahrheit: Das Arbeitszeugnis sollte wahrheitsgemäß sein und keine falschen oder irreführenden Angaben enthalten.
  • Formulierung: Achten Sie auf die Formulierungen im Arbeitszeugnis. Bestimmte Formulierungen können eine negative Bedeutung haben, auch wenn sie auf den ersten Blick positiv erscheinen.
  • Beendigungsformel: Die Beendigungsformel am Ende des Arbeitszeugnisses sollte neutral formuliert sein und keine negativen Aussagen über die Gründe für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses enthalten.

Wenn Sie mit Ihrem Arbeitszeugnis nicht einverstanden sind, sollten Sie den Arbeitgeber auffordern, das Arbeitszeugnis zu korrigieren. Im Streitfall können Sie Ihr Recht auf ein korrektes Arbeitszeugnis auch gerichtlich durchsetzen.

Die fristlose Kündigung als Arbeitnehmer – Ein schwieriger, aber manchmal notwendiger Schritt

Die fristlose Kündigung als Arbeitnehmer ist ein komplexes Thema, das viele Fragen aufwirft. Sie ist ein einschneidender Schritt, der wohlüberlegt sein sollte. Bevor Sie eine fristlose Kündigung aussprechen, sollten Sie alle Alternativen sorgfältig abwägen und sich rechtlich beraten lassen.

Wenn Sie jedoch in einer Situation sind, in der eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar ist, kann die fristlose Kündigung die einzige Lösung sein. In diesem Fall ist es wichtig, den richtigen Ablauf einzuhalten und Ihre Rechte zu wahren.

Unsere kostenlose Word Vorlage für die fristlose Kündigung als Arbeitnehmer soll Ihnen dabei helfen, ein rechtssicheres Kündigungsschreiben zu verfassen und den Prozess der fristlosen Kündigung zu bewältigen. Wir hoffen, dass dieser Ratgeber Ihnen dabei geholfen hat, Ihre Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit der fristlosen Kündigung besser zu verstehen.

Wir wünschen Ihnen alles Gute für Ihre berufliche Zukunft!

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur fristlosen Kündigung als Arbeitnehmer

Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zur fristlosen Kündigung als Arbeitnehmer.

Welche Fristen muss ich bei einer fristlosen Kündigung beachten?

Bei einer fristlosen Kündigung müssen Sie keine Kündigungsfrist einhalten. Die Kündigung wird mit sofortiger Wirkung wirksam, sobald sie dem Arbeitgeber zugegangen ist. Allerdings müssen Sie die Kündigung innerhalb einer angemessenen Frist aussprechen, nachdem Sie von dem wichtigen Grund für die Kündigung Kenntnis erlangt haben. Was eine angemessene Frist ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. In der Regel wird jedoch eine Frist von wenigen Tagen bis zu zwei Wochen als angemessen angesehen.

Kann ich bei einer unberechtigten fristlosen Kündigung Schadensersatz vom Arbeitgeber verlangen?

Ja, wenn Sie unberechtigt fristlos gekündigt wurden, haben Sie Anspruch auf Schadensersatz vom Arbeitgeber. Der Schadensersatz kann beispielsweise den entgangenen Lohn bis zum Ablauf der regulären Kündigungsfrist oder die Kosten für die Jobsuche umfassen.

Was passiert mit meinem Urlaubsanspruch bei einer fristlosen Kündigung?

Ihr Urlaubsanspruch bleibt auch bei einer fristlosen Kündigung bestehen. Sie haben Anspruch auf Auszahlung Ihres restlichen Urlaubsanspruchs, sofern Sie den Urlaub nicht mehr nehmen können.

Muss ich eine Abfindung zahlen, wenn ich fristlos kündige?

Nein, grundsätzlich müssen Sie keine Abfindung zahlen, wenn Sie fristlos kündigen. Allerdings kann der Arbeitgeber Schadensersatzansprüche gegen Sie geltend machen, wenn die fristlose Kündigung unberechtigt war.

Kann ich eine fristlose Kündigung rückgängig machen?

Eine fristlose Kündigung ist grundsätzlich unwiderruflich. Sie können die Kündigung nur dann rückgängig machen, wenn der Arbeitgeber damit einverstanden ist.

Wo finde ich weitere Informationen und Unterstützung zur fristlosen Kündigung?

Weitere Informationen und Unterstützung zur fristlosen Kündigung finden Sie bei folgenden Stellen:

  • Rechtsanwalt für Arbeitsrecht: Ein Rechtsanwalt für Arbeitsrecht kann Sie umfassend beraten und Ihre Rechte vertreten.
  • Gewerkschaft: Wenn Sie Mitglied einer Gewerkschaft sind, kann Ihnen die Gewerkschaft bei Fragen zur fristlosen Kündigung helfen.
  • Verbraucherzentrale: Die Verbraucherzentrale bietet Informationen und Beratung zu arbeitsrechtlichen Themen.
  • Agentur für Arbeit: Die Agentur für Arbeit kann Sie über Ihre Rechte und Pflichten im Zusammenhang mit der Arbeitslosigkeit informieren.

Wir hoffen, dass diese FAQ Ihnen bei Ihren Fragen zur fristlosen Kündigung weitergeholfen haben. Bei weiteren Fragen empfehlen wir Ihnen, sich rechtlich beraten zu lassen.

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